Montag, 13. Juni 2011

die Zeit ist reif :-) Holunderblüten-Gelee - Rezept -

Es gibt mal wieder ein Rezept von mir. Ende Mai oder Anfang Juni läute ich die Saison fürs Einkochen ein. Dann rücken die Basteleien in den Hintergrund. Ab Mitte Mai kribbelt es schon und schaue regelmäßig, wann die Holunderblüten so weit sind, die für mich immer der Start in das Einkochjahr sind. Die Blütenzeit sind immer zwischen 2 und 4 Wochen, dann gehen die Blüten wieder zu. Beim Pflücken duftet es schon so schön. Ich habe mir verschiedene Pflückstellen gesucht, die weit genug von Autoabgasen usw. entfernt sind, schließlich esse ich mein Eingemachtes ja auch selber : - )

Beim Pflücken achte ich da drauf, dass die Blüten auf den Dolden alle auf sind und keine braunen Flecke haben. Auch nehme ich nicht jede Dolde vom Baum, sonst gibt es im Herbst keine Beeren, die ja auch als Nahrung für die Tierwelt dienen. 

Sammeln tue ich die Dolden in einer sauberen Plastiktüte. Diese wird auf dem Rückweg zu gehalten. Das hat den Vorteil, dass die Tierchen, die sich in den Dolden befinden, an die Oberfläche kommen. Bevor ich in mein Auto steige öffne ich die Tüte und die Tierchen fliegen raus. So habe ich schon mal viele Tierchen gar nicht erst mitgenommen.

Zu Hause angekommen, zupfe ich die Blüten von den Dolden ab und sammele die in einer Schüssel, die einen Deckel hat. Wenn die voll ist, gieße ich Wasser und ganz viel Zitronensaft da drauf, dann den Deckel auf die Schüssel und noch etwas durchschütteln. Das alles bleibt einen Tag an einem kühlen Ort stehen. Am nächsten Tag seihe ich das alles ab. Dafür nehme ich erst Windelstoff und gieße danach noch mal alles durch einen Teefilter. Diese Flüssigkeit wird nun abgemessen und mit Gelierzucker aufgekocht und zu Gelee verarbeitet. Mein Favorit ist Gelierzucker 2 : 1, das ist nicht so süß und der Geschmack kommt gut durch.

Wer den Geschmack noch nicht kennt, es schmeckt so, wie es duftet. Einfach mal auf diesem Foto von meiner Tüte mit den gepflückten Dolden etwas rubbeln, dann könnt Ihr es riechen:



Macht Euer Bildschirm nicht mit? : - ) Da hilft nur eins: raus in die Natur, Holunder-Baum suchen, an den Dolden schnuppern . . . und genießen.


Ein paar Tipps:


-pro Liter Flüssigkeit reichen 4 - 5 große Dolden
-die Dolden nicht waschen, dann geht der Blütenstaub weg und der hat den Geschmack
-die grünen Blütenstengel so weit wie möglich entfernen, sonst wird das Gelee bitter 
 -etwas weniger Flüssigkeit abmessen, als auf der Packung vom Gelierzucker steht, das Gelee wird ohnehin nicht so fest, als wenn man Obst nimmt (bei 2:1 nehme ich nur 600ml Flüssigkeit)
 -in den Gelierzucker vorher eine halbe Packung Gelfix untermischen, dann wird das Gelee fester
 -statt mit Wasser kann man die Blüten auch mit Apfelsaft ansetzen, schmeckt auch lecker, dann kann man die volle Menge Flüssigkeit nehmen, da der Apfelsaft gut geliert
 -das Gelee schmeckt pur auf Brot, auf Käsebrot oder als Geschmacksverstärker im Naturjoghurt
-die Blüten kann man auch trocknen und bei Erkältung als Tee trinken
-die Blütenflüssigkeit mit Zucker aufkochen (1 Liter Flüssigkeit und 1 Kilo Zucker), dann hat man Sirup und nimmt den als Geschmacksverstärker für Mineralwasser

Und  hier noch ein paar Fotos von meiner ersten Tranche, ich koche immer ein paar mehr Gläser ein, dann habe ich das ganze Jahr über kleine Mitbringsel:


1 Kommentar:

  1. Mmmmh - auch fein!
    Der Drucker läuft! :-)

    Danke fürs Teilen!
    Liebe Grüße, katrin

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